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1| Abschied & Singapur       2| Sydney       3| Ostküste      4| Red Centre      5| Great Ocean Road

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nach 12 Stunden Flug komme ich in Singapur an und muss zu meiner Verwunderung feststellen, dass ich in den Tropen bin: die Tür zum Ausgang des Terminals geht auf und wie eine Faust erschlägt mich die Luftfeuchtigkeit.

Es folgt der Transfer zum Hotel, von außen sah es wie ein 5-Sterne Komplex aus, aber sobald man die Eingangslobby verlässt wird man zurück auf den Teppich geholt, es war immerhin noch relativ sauber und sollte ja eh nur für eine Nacht sein.

Nach der Zimmeraufteilung bin ich dann mit meiner Reisegruppe ein bisschen durch Singapur gelaufen, schon anders dort unten. An jenem Abend waren überall Opferstände mit Früchten und Kerzen am Straßenrand aufgebaut. Außerdem kletterten ständig Geckos an den Hauswänden hoch.

Die Häuser sehen alle etwas heruntergekommen aus, aber es ist lebhaft auf der Straße.

Zurück im Hotelzimmer beginne ich zu begreifen, dass ich mich noch an vieles gewöhnen muss: mein brandneuer Rucksack, den Astrid mir schwesterlich bis an die Grenzen voll gepackt hat (da ich anscheinend noch keine Ahnung vom Packen hatte und eh viel zu nervös war) musste ich nun öffnen, um an meinen Pyjama zu kommen. Ich hab es mir 10 Minuten überlegt, ob ich ihn wirklich brauche, weil ich Angst hatte den Rucksack nicht wieder bepacken zu können. Aber Mut ist eines was ich auf meinem Trip gelernt habe...

Nun denn, am nächsten Morgen haben wir eine Stadtrundfahrt bekommen, wirklich interessant, aber das ständige Wechseln von Klimanalage-Kalt auf Draußen-Warm war etwas nervig.

Und dann findet man so etwas: riesige Blätter, einfach am Wegesrand oder einen Tempel im Geschäftsviertel.

Das ist meine Reisegruppe gewesen (v.r.n.l.: Mandy, Patti, Niki, Lena, Philipp, Gunnar, Julia und meine Wenigkeit).

Die letzten Stunden vor dem Abflug haben wir dann im Pool des Hotels verbracht und dann ging es schon weiter, nach Sydney... 


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2| Sydney
 

Karte Sydney
Fotoalbum Sydney


Um 5 Uhr morgens sind wir dann endlich angekommen, und ich musste mich zum zweiten Mal wundern: es war Winter in Australien und dementsprechend kalt. Ich habe mich vor meiner Reise nur mit dem Visum und Abreisedaten beschäftigt und habe überhaupt keine Informationen gesammelt oder gar einen Reiseführer gekauft, ich bin fürs Erste nur mit geflogen!

Erst als uns dann unser neuer Reiseführer zu einem Aussichtspunkt gefahren hatte und sich mir ein bekanntes Bild bot, begriff ich, dass ich in Australien war, weit weg von zu Hause!

Im Hostel (Wakeup!) angekommen mussten wir erst noch warten, da wir so früh dran waren. In der Zwischenzeit habe ich dann Mama und Papa getroffen, die zur gleichen Zeit Urlaub in Australien gemacht haben und auch in Sydney waren. Nach der Einführung in der Bar des Hostels haben wir dann die Zimmer bezogen und sind dann alle in andere Richtungen der Stadt gelaufen. Ich bin mit Mama und Papa in den Rocks essen gegangen und es dauerte nicht lange, bis der Jetlag zuschlag: abgesehen davon, dass mir gar nicht mehr warm wurde konnte ich auf einmal meine Augen nicht mehr offen halten! Auf dem Rückweg zum Hostel hat mich Mama fast hinter sich hergezogen.

Die nächsten Tage waren mit Einführungen und Stadtbesichtigung belegt und dann haben die ersten schon ihre Reise angefangen zu planen.

Meine Eltern und ich machten uns also auf den Weg um die Ostküste zu erkunden... Siehe "Ostküste Teil 1"

2 Wochen später:

Zurück in Sydney bin ich wieder ins Wakeup! eingezogen und musste leider meine Eltern am nächsten Tag am Flughafen verabschieden. Nicht nur dass ich jetzt wirklich alleine sein würde sondern auch, dass unser kleiner Familientrip mir so gefallen hat, hat die Sache sehr erschwert: mein zweites Tief in Australien...

Nichts desto trotz fing ich an meine Zeit in Sydney zu planen, zum Glück waren sogar noch einige aus meiner Reisegruppe in Sydney, die man immer wieder im Office unserer Organisation wieder traf, welches sich als DER Treffpunkt schlechthin herausstellte.

Ich bewarb mich um einen Job und hab ihn auch prompt bekommen: kellnern in einem Flughafenbistro. Nach einer Woche habe ich mich dann aber um einen besseren Job beworben und zwar als Küchenhilfe im Wakeup! Hostel. Der Job war total in Ordnung, meistens von 7-12 Uhr, Gemüse und Obst schnibbeln, Sandwichs belegen, Abendessen vorbereiten, Frühstück fürs Café brutzeln usw.

Nur zum Verständnis: Die Küche neben der Bar im Keller hängt mit dem Café im Erdgeschoss zusammen und morgens und Abends können die Hostel-Bewohner in der Bar auch frühstücken und Abendessen.

Die Küchencrew war auch voll witzig und wenn ich die Abendschicht von 15-21 Uhr hatte, wurde meistens noch ein Drink in der Bar eingenommen. Das Resultat waren jede Menge Partys im Wakeup!, da man als Backpacker ja sowieso so selten Party macht...                                                                                                                                       

Und ich habe dort auch Marie aus Deutschland kennen gelernt, sie hat dann kurz darauf auch im Wakeup! angefangen, in der Bar.

Da das Wakeup! recht teuer ist bin ich in ein Appartement auf der Pitt Street gezogen, aber auch nur für 3 Wochen.

Ich hab mir das Zimmer im 33. Stock mit einen Iren und einer Engländerin geteilt, das andere Zimmer war mit 3 anderen Iren bestückt. Das Appartement war zuerst sehr siffig, besonders der Kühlschrank und die Küche überhaupt. Aber man kann ja putzen...

Mein Haus, mein Pool, meine Aussicht:     
Das eigentlich Beste daran war der Pool im 27. Stock mit Sauna, Whirlpool und Fitnessraum, aber trotzdem war mir das für 150 $ die Woche zuviel.  Wohnzimmer mit Küche: links "mein" Zimmer mit Bad, rechts das andere mit Bad. 
      

Für die letzten Wochen bin ich dann in ein anderes Hostel nahe des Wakeup! gezogen, teilweise hatte ich sogar ein Zimmer für mich allein. Es gefiel mir dort gut, hatte sogar einen Fernseher und einen Kühlschrank auf dem Zimmer, vor allem hat es Geld gespart!

Natürlich hab ich Sydney auch erkundet: mein Lieblingsplatz bleibt aber nach wie vor Darling Harbour, wo auch das Sydney Aquarium ist und man gut am Hafenbecken oder auf den Wiesen liegen kann, im Shoppingcenter herumstöbern kann oder immer mal wieder im nahe gelegenen Office unserer Organisation umsonst im Internet surfen, Job- und Wohnungsanzeigen lesen kann, jede Menge Deutsche trifft oder den mutigen Schritt geht und die ersten reisen bucht (oder sie an jenen Mittwoch Abenden gewinnt: ich hab dreimal was gewonnen...)

Auch den weltberühmten Bondi Beach habe ich einige Male besucht (siehe links), Manly Beach am anderen Ufer, den Taronga Zoo oder den Chinese Garden (rechts). Natürlich war ich auch öfters an der Harbour Bridge und am Opera House und den dahinterliegenden Botanic Garden.

Nach 2 Monaten habe ich dann meinen Mut zusammen gepackt und mir ein Busticket gekauft, mit  dem ich mit unbegrenzten Stops die Ostküste bis nach Cairns hochfahren konnte. Außerdem habe ich einen 3 Tage Segeltörn in den Whitsunday Islands und einen 3 Tage Trip auf Fraser Island gebucht. Nachdem ich also meine Sachen gepackt und allen auf Wiedersehen gesagt habe, bin ich noch für ein Wochenende zu Marc & Cherry nach Boxhill gefahren, ungefähr eine Stunde Zugfahrt ins Inland, zwischen den Blue Mountains und Sydney. Marc ist ein Arbeitskollege von meinem Vater und er hat mich, wie auch meine Eltern 2 Monate davor, aufgenommen. Total toll! Ich hab mich sofort wohl gefühlt. Sie haben mir unter anderem auch die Blue Mountains (rechts: die 3 Sisters in den Blue Mountains) gezeigt.

Und dann ging es los...

3| Ostküste
 

Karte Ostküste
Fotoalbum Ostküste


                                                                                Teil 1

Mit dem Jeep von Papas Geschäftskollegen sind wir ins Hunter Valley gefahren und haben in Cessnock übernachtet, meine erste Nacht in einem Motel ! Nun denn, es war der Auftakt zwischen dem ständigen "Streit" zwischen der femininen Seite der Reisegruppe (meine Mutter und ich) und der maskulinen (mein Vater) ob wir mit Klimaanlage oder Heizung schlafen; es war schweinekalt wohlgemerkt.

Aber wir hatten Spaß, besonders weil ich auch mal fahren durfte: meine erste Links-Autofahrt ! Die ersten Minuten waren überhaupt nicht witzig, aber die danach waren es umso besser...

Bevor wir in Coffs Harbour angekommen sind, haben wir einen verlassenen kleinen Strand (mit Haiwarnung) und eine Billabong Sanctuary besucht: mein erstes Erlebnis mit Koalas und
Känguruhs !!

In Coffs Harbour hat es mir super gefallen, ein kleines verträumtes Hafenstädtchen, mit leckeren Restaurants und einem schönen Hafen. Am nächsten Morgen haben wir sogar Wale in der Ferne gesehen.

Weiter ging es dann nach Byron Bay, dem östlichsten Punkt von Australien, vom Leuchtturm aus haben wir wieder Wale gesehen.

Und dann kam mein erster Tiefpunkt in Australien: anstatt mit meinen Eltern ins Motel zu ziehen bin ich in ein Hostel gezogen, eigentlich nichts ungewöhnliches, aber mir wurde damit klar, das mein nächsten Jahr (oder das nächste halbe  Jahr) so weitergehen würde und ich meine Familie eine ganze Zeit nicht sehen werde! Außerdem ist es mir schon immer schwer gefallen, in fremden Umgebungen zu übernachtet, besonders in Hostels / Jugendherbergen. Aber auch daran hab ich mich schnell gewöhnt (sogar an so manche Bruchbuden und -betten kann man sich gewöhnen).

Von Byron sind wir dann nach Brisbane gefahren, wo ich mir mein Visum abgeholt habe. Ein paar Stunden später sind wir dann in Noosa angekommen, wo wir für einige Tage unser Lager aufgeschlagen haben. Als Ausflüge haben haben wir den Australia Zoo (Bilder unten: ein Wombat und ein Koalababy das gähnt)besucht, und den Eumundi Market, wo eine ganze Stadt ein großer Markt ist. Eigentlich wollten wir einen Tag nach Fraser Island fahren, aber da ich mich peinlicherweise  aus meinem Hostel ausgesperrt hatte (weil ich verschlafen hatte und meinen wartenden Eltern nur eben Bescheid geben wollte, dass ich jetzt komme, und dann die Tür ins Schloss gefallen ist), mussten wir umdisponieren und sind nach Hervey Bay gefahren, um einen Whalewachting-Bootstrip zu machen. Trotz der Bedenken meiner Mutter wegen Seekrankheit und dergleichen sind wir das Risiko eingegangen und haben es nicht bereut: wir haben eine ganz Zeit lang eine Walmutter (Buckelwal) mit ihrem 3 Monate alten Kalb beobachtet; es war so aufregend!

Auf der Rückfahrt von Noosa Richtung Süden haben wir kurz in Surfers Paradies gehalten, was mich nicht  sonderlich überzeugt hat, aber vielleicht liegt es daran, dass ich kein Surfer und auch kein Partylöwe bin ... Übernachtet haben wir wieder in Coffs Harbour, am nächsten Tag haben wir den Aussichtspunkt von Smoky Cap uns angesehen und die Nacht dann in Newcastle verbracht (auch kein sehr aufregendes Fleckchen). Und dann waren wir auch schon wieder in Sydney, wo wir abends noch einmal Essen gegangen sind und dann am nächsten Morgen der traurige Abschied kam...


Teil 2

Es gibt in Australien das "WWOOF"-Programm, wo man gegen Kost & Logis auf Farms oder Gästehäusern oder ähnlichem mithilft. Damit wollte ich mich eigentlich die Ostküste hocharbeiten, aber mein erster Versuch gelang mir nicht so richtig, oder besser gesagt, es gefiel mir nicht.

Nachdem mich Marc & Cherry verabschiedet haben, bin ich in den Bus gestiegen und 3 Stunden nördlich getuckert, wo mich dann der Farmer abgeholt hat. Er war nett, aber er hatte vergessen mich einzuplanen, somit schlief ich auf dem TV-Sessel. Es wäre bestimmt noch witzig geworden, aber ich hab mich nach 2 Tagen zurück zum Bus bringen lassen.

Etwas deprimiert bin ich dann nach Coffs Harbour  gefahren und dank der tollen Leute im Hostel hab ich mich wieder total wohlgefühlt und meinen eigentlichen geplanten Aufenthalt von 2 Tagen auf 10 verlängert. Ich bin Flugzeug geflogen, hab Bodyboarden gelernt  (Surfen für Softies, man liegt mit dem Bauch auf dem Brett und reitet die Wellen), hatte mein erstes richtiges Australisches Barbeque mit Tim (siehe oben) und habe auch die Dänin Brit kennen gelernt, mit der ich noch 2 Wochen weitergereist bin.

 Die Truppe von Coffs Harbour, Karen & Tim

Nächster Stop war Byron Bay, wo Brit und ich einen  Ocean Kayaking Trip gemacht haben, sprich du fährst mit dem Kayak auf See hinaus und beobachtest Delfine. Ich hab selten soviel Spaß und Angst auf einmal gehabt ... und der Muskelkater am nächsten Morgen war enorm.

Brisbane war unser nächsten Ziel, aber nur für eine Nacht. Das spannendste war der künstlich angelegt Strand mitten in der City.

Weiter ging es dann nach Noosa, wo sich Brits und meine Wege nach einer Woche trennten. In Noosa habe ich meine "Leidenschaft" fürs Lesen entdeckt, dass heißt, ich hab überhaupt mal angefangen ein Buch zu lesen und es in weniger als 6 Monaten ausgelesen.

Außerdem habe ich einen Surfkurs belegt, ich war nicht soooo erfolgreich, aber mit dem Muskelkater hat es geklappt!

Nächster Stop war Rainbow Beach, aber auch nur für eine Nacht, da dort  nix los war. Trotzdem hab ich ein echt interessantes Gespräch mit einem Aussie über Surfen und der Präsenz von Haien gehabt (quasi eine Bestätigung dafür, was ich auch vorher schon wusste: ich bin ein Softie !).

Aber wenigstens ein witziges Bild kann ich liefern, ein Tempolimit am Strand!

Dann begann mein erstes Abenteuer: in Harvey Bay (wo ich zufällig Brit und eine alte Schulkollegin wiedergetroffen habe) sammeln sich all die Leute, die einen Trip nach Fraser Island gebucht haben, um die größte Sandinsel der Welt zu erkunden. In Gruppen eingeteilt  und den Wagen vollbeladen sind wir dann noch schnell einkaufen gefahren, denn auf Fraser Island gibt es weder Straßen noch  Supermärkte, außer in  einem winzigen Dorf, was nur ein paar Kilometer vom Anlegesteg entfernt war, aber das alle "Straßen" nur aus Sand bestehen, kann die Fahrt unter Umständen Stunden dauern.

Da am Nordzipfel der Insel Haibrutgebiet ist, darf man auf keinen Fall im Meer schwimmen, zur Entschädigung gibt es aber kristallklare Inland-Seen, das reicht auch. Neben dem Campen und Off-Road Erlebnissen (wie gesagt: keine richtigen Straßen: mein Hintern tat noch tagelang danach weh...) habe ich auch meinen ersten frei lebenden Dingo gesehen, rundum war es echt schön.   

Mein nächstes Ziel war Arlie Beach, der Startpunkt für alle Segeltrips in die Whitsundays Islands.

Da ich ein paar Tage warten musste, habe ich mich an der künstlichen Lagune geaalt, da man ab Arlie Beach in gewissen Saisons  wegen den Jelly-Boxfish nicht ins Meer kann (Quallen die bei Kontakt schwer krank machen, sogar tödlich sein können).

Nun denn, der Tag kam, wo wir aufs Boot stiegen, der Beginn von drei paradiesischen Tagen.

Die Leute auf de Schiff waren  zwar fast alle Deutsch, aber trotzdem war es eine nette Truppe. Wir wurden mit Essen und Nichtstun verwöhnt und haben nachts auf Deck geschlafen, unterm Sternenhimmel. Ich bin auch das erste Mal in meinem Leben schnorcheln gewesen, und es war ein wunderschönes Erlebnis! Ich habe sogar einen Tauchgang gemacht, war erst ganz schön unheimlich, aber hat was! Nur die Toiletten an Bord fand ich unangenehm, aber man kann ja nicht alles haben.

 

 

Unser einziger Landgang war auf Whitehaven Beach, dem schönsten Strand den ich bisher kenne. Der Sand ist der feinste der Welt, man kann seinen Schmuck darin polieren und sich aber auch leider die Haut daran schneiden. Wegen den Jellyfish sollte man auch nicht ins Wasser gehen, aber da dort kleine Babyhaie und Rochen herum schwammen, mussten wir ja näher ran, um sie fotografieren zu können. Die Bilder sind aber leider nicht gut geworden.     

Zurück in Arlie Beach sind wir dann noch abends feiern gegangen und haben mit einem Auge das Rugby-Finale Australien gegen England (England hat gewonnen) beobachtet. Und ich hab das erste Mal Krokodil gegessen...

Mit dem Bus ging es weiter nach Townsville, wo ich erst mal ein paar Tage Antibiotika schlucken musste, da ich mir eine Ohrenentzündung vom Tauchen eingehandelt hatte.

Trotzdem habe ich die Billabong Sanctuary besucht, einen ganzen Tag lang konnte man die einheimischen Tiere Australiens bewundern und teilweise auf den Arm nehmen, es war total interessant, da der Park recht klein war, viel geboten wurde und nur wenig Leute da waren.

Anschließend bin ich für ein paar Tage auf Magnetic Island gewesen, wo ich mir ein Mofa ausgeliehen habe, um die Insel ein wenig zu erkunden. Nur ein paar Meter von meinem Bett entfernt schlief das hauseigene Krokodil...

Aber ich habe auch Bekanntschaft mit einem Possum und den farbenprächtigen Papageien gemacht!

 

Frengipani  findet man häufig in Australien, sie sehen nicht nur schön aus sondern riechen auch toll...

Nächster Halt war Mission Beach, wo es schon sehr tropisch war. Das Hostel war sehr hippy, aber die vorhandenen Filme sehr gut...

Am Strand habe ich dann Kokosnüsse gesammelt und versucht zu knacken, aber ein Einheimischer konnte sich das nicht länger mit ansehen und half mir dann. Somit habe ich ein paar Stunden in tropischer Hitze im strömenden Regen am Strand Kokosnuss mit einem Aussie gegessen!

Mein nördlichster Punkt war dann Cairns, eine recht lebendiges Städtchen mit viel Nightlife. Rechts: Zwischendurch habe ich 28 Kilo mit mir herumgeschleppt...

Patti aus meiner Reisegruppe  und zwei ihrer Kommilitoninnen hab ich dort getroffen und wir haben zusammen meinen Geburtstag gefeiert im "weltbekannten" Woolshed.

Und dann ging es per Flieger ins Northern Territory, in die Landesmitte: Alice Springs...

 


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4| Red Centre
 

Karte Red Centre
Fotoalbum Red Centre

Mein Flug nach Alice Springs musste leider zum Uluru (= Ayers Rock) umgeleitet werden, das hieß 6 Stunden Busfahrt vom Ayers Rock nach Alice. Aber man ist ja leidensfähig...

In Alice hab ich dann Brit wiedergetroffen und wir haben uns die Stadt zusammen angesehen, zum Beispiel das Museum der Flying Doctors.

Dann ging es für mich weiter auf meine Red Centre Tour, die ein totales Erlebnis war: wir haben in Swags (große wasserdichte Schlafsäcke, in die man mit seinem eigenen Schlafsack reinkrabbelt) unter freiem  Himmel übernachtet und mehrmals Sonnenaufgänge am Uluru und Kata Tjuta (die Olgas) beobachtet.

Die Hitze war unglaublich (37° um 7 Uhr  morgens), aber das war es wert. besonders das Gewitter über dem Uluru mit den ganzen farbigen Blitzen war total cool.

3 1/2 Tage sind wir umhergefahren, unsere letzte Etappe war im Kings Canyon, wo wir wandern  gegangen sind und zufällig eine sehr giftige  Schlange gesehen haben und im Garten von Eden schwimmen gegangen sind. Ein Dromeda und eine giftige Spinne waren auch dabei...

  Zurück in Alice hab ich meine Sachen gepackt und bin über Coober Pedy nach "unten", an die Südküste von Australien, nach Adelaide gefahren.

Coober Pedy ist eine alte Opalstadt, wo 75 % der Bevölkerung unter der Erde leben. Der Abbau der  Opale fand unter der Erdoberfläche statt und wegen der großen Hitze und häufigen Sandstürme sind viele Leute in die leergeschöpften Räume eingezogen, total faszinierend.

In Coober Pedy wurden auch die Mad Max Filme gedreht.

Die Tage in Adelaide habe ich mir mit shoppen, Strandaufenthalten und Videofilmen vertrieben, bis ich dann meinen Trip der Great Ocean Road entlang antrat....


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5| Great Ocean Road
 

Karte Great Ocean Road
Fotoalbum Great Ocean Road

Die Great Ocean Road führt an der Südküste Australiens von Adelaide bis nach Melbourne entlang und ist wunderschön, wenn es nicht so kalt und regnerisch gewesen wäre.

Es war ruhiger, da nicht so viele Touristen dort landen und die  Truppe war total in Ordnung, kein Wunder dass ich mit einem aus der Truppe später zusammen gekommen bin.

Eine Eigenschaft der Australier ist es sich überdimensionale Gebilde zu bauen und sie im Land zu verstreuen, eins davon ist der Big Lobster, ich habe aber auch die Banane in Coffs Harbour, die Ananas in Gympie und den Prawn auf irgendeiner Motorraststätte gesehen.

Oben rechts sind die Teile der 12 Apostel zu sehen, links die mittlerweile in der Mitte eingebrochene London Bridge.

In Melbourne hat mich dann Klaus abgeholt, der entfernt mit mir verwandt ist.  Er hat mich für eine Woche beherbergt und ich habe mit seiner Familie Weihnachten gefeiert.

Weihnachten heißt hier: kein Schnee, 38°, BBQ und ein kaltes Bier!

Am 30. Dezember haben ich mich dann auf den Weg gemacht um für die Sylvesterfeierlichkeiten pünktlich zurück in Sydney zu sein.

Marie hat mich für eine Nacht aufgenommen, nach der Party bin ich dann in ein Hostel am Darling Harbour gezogen. Marie, ihr Freund John, ihre Mutter und Quentin, der mit mir auf meinem Great Ocean Trip war, und meine Wenigkeit haben uns dann neben der Harbour Bridge niedergelassen, mit Decke, Wodka und Keksen, um den Feuerwerken um 9 Uhr und um 12 Uhr beizuwohnen. Es war total toll, mal was ganz anderes...

 

Am 2. Januar bin ich dann mit Quentin in die Blue Mountains gefahren, wo wir ein bisschen wandern waren.

Anschließend ist er weiter auf Reisen gegangen und ich habe noch ein paar Tage in Sydney ausgehalten, bevor ich mich wieder bei meinem Bekannten Marc eingenistet habe.

Das Leben bei Marc war anstrengend, alle 10 Minuten musste ich vom Pool in die Sonne und dann ins Haus wechseln und zwischendurch noch Pancakes und Milkshakes zu mir nehmen...

Am 13. Januar haben mich dann Marie und Marc am Flughafen verabschiedet und nach 22 Stunden stand ich um 7 Uhr morgens in Frankfurt am Flughafen.

Obwohl ich schon anhand des grauen Wetters wieder deprimiert war, hat mich meine Familie vom Bahnhof in Essen abgeholt, was ich unheimlich toll fand.

Abschließend kann man nur sagen, dass die 6 Monate eine unheimliche tolle Erfahrung waren, in jeglicher Hinsicht! Es steckt weit mehr dahinter als nur Reisen, Faulenzen und Party machen, aber das kann man nur herausfinden, wenn man es selbst erlebt. Ich würde es jederzeit wieder tun, wer weiß, was die Zukunft so bringt... ;-)

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