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Nach 12 Stunden Flug komme ich
in Singapur an und muss zu meiner Verwunderung feststellen, dass ich in den
Tropen bin: die Tür zum Ausgang des Terminals geht auf und wie eine Faust
erschlägt mich die Luftfeuchtigkeit.

Es folgt der Transfer zum
Hotel, von außen sah es wie ein 5-Sterne Komplex aus, aber sobald man die
Eingangslobby verlässt wird man zurück auf den Teppich geholt, es war immerhin
noch relativ sauber und sollte ja eh nur für eine Nacht sein.
Nach
der Zimmeraufteilung bin ich dann mit meiner Reisegruppe ein bisschen durch
Singapur gelaufen, schon anders dort unten. An jenem Abend waren überall
Opferstände mit Früchten und Kerzen am Straßenrand aufgebaut. Außerdem
kletterten ständig Geckos an den Hauswänden hoch.
Die Häuser sehen alle etwas
heruntergekommen aus, aber es ist lebhaft auf der Straße.
Zurück im Hotelzimmer beginne
ich zu begreifen, dass ich mich noch an vieles gewöhnen muss: mein brandneuer
Rucksack, den Astrid mir schwesterlich bis an die Grenzen voll gepackt hat (da
ich anscheinend noch keine Ahnung vom Packen hatte und eh viel zu nervös war)
musste ich nun öffnen, um an meinen Pyjama zu kommen.
Ich hab es mir 10 Minuten
überlegt, ob ich ihn wirklich brauche, weil ich Angst hatte den Rucksack nicht
wieder bepacken zu können. Aber Mut ist eines was ich auf meinem Trip gelernt
habe...
Nun
denn, am nächsten Morgen haben wir eine Stadtrundfahrt bekommen, wirklich
interessant, aber das ständige Wechseln von Klimanalage-Kalt auf Draußen-Warm
war etwas nervig. 
Und dann findet man so etwas:
riesige Blätter, einfach am Wegesrand oder einen Tempel im Geschäftsviertel.
Das
ist meine Reisegruppe gewesen (v.r.n.l.: Mandy, Patti, Niki, Lena, Philipp,
Gunnar, Julia und meine Wenigkeit).
Die letzten Stunden vor dem
Abflug haben wir dann im Pool des Hotels verbracht und dann ging es schon
weiter, nach Sydney... |
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Um 5 Uhr morgens sind wir dann
endlich angekommen, und ich musste mich zum zweiten Mal wundern: es war Winter
in Australien und dementsprechend kalt. Ich habe mich vor meiner Reise nur mit
dem Visum und Abreisedaten beschäftigt und habe überhaupt keine In formationen
gesammelt oder gar einen Reiseführer gekauft, ich bin fürs Erste nur
mit geflogen!
Erst
als uns dann unser neuer Reiseführer zu einem Aussichtspunkt gefahren hatte und
sich mir ein bekanntes Bild bot, begriff ich, dass ich in Australien war, weit
weg von zu Hause!
Im Hostel (Wakeup!) angekommen
mussten wir erst noch warten, da wir so früh dran waren. In der Zwischen zeit
habe ich dann Mama und Papa getroffen, die zur gleichen Zeit Urlaub in
Australien gemacht haben und auch in Sydney waren. Nach der Einführung in der
Bar des
Hostels haben wir dann die Zimmer bezogen und sind dann alle in andere
Richtungen der Stadt gelaufen. Ich bin mit Mama und Papa in den Rocks essen
gegangen und es dauerte nicht lange, bis der Jetlag zuschlag: abgesehen davon,
dass mir gar nicht mehr warm wurde konnte ich auf einmal meine Augen nicht mehr
offen halten! Auf dem Rückweg zum Hostel hat mich Mama fast hinter sich
hergezogen.
Die nächsten Tage waren mit
Einführungen und Stadtbesichtigung belegt und dann haben die ersten schon ihre
Reise angefangen zu planen.
Meine Eltern und ich machten
uns also auf den Weg um die Ostküste zu erkunden... Siehe
→ "Ostküste
Teil 1"
2 Wochen später:
Zurück in
Sydney bin ich
wieder ins Wakeup! eingezogen und musste leider meine Eltern am nächsten Tag am
Flughafen verabschieden. Nicht nur dass ich jetzt wirklich alleine sein würde
sondern auch, dass unser kleiner Familientrip mir so gefallen hat, hat die Sache
sehr erschwert: mein zweites Tief in Australien...
Nichts desto trotz fing ich an
meine Zeit in Sydney zu planen, zum Glück waren sogar noch einige aus meiner
Reisegruppe in Sydney, die man immer wieder im Office unserer Organisation wieder traf, welches sich als DER Treffpun kt schlechthin herausstellte.
Ich bewarb mich um einen Job
und hab ihn auch prompt bekommen: kellnern in einem Flughafenbistro. Nach einer
Woche habe ich mich dann aber um einen besseren Job beworben und zwar als
Küchenhilfe im Wakeup! Hostel. Der Job war total in Ordnung, meistens von 7-12
Uhr, Gemüse und Obst schnibbeln, Sandwichs belegen, Abendessen vorbereiten,
Frühstück fürs Café brutzeln usw.
Nur zum Verständnis: Die Küche
neben der Bar im Keller hängt mit dem Café im Erdgeschoss zusammen und morgens
und Abends können die Hostel-Bewohner in der Bar auch frühstücken und
Abendessen.
Die Küchencrew war auch voll
witzig und wenn ich die Abendschicht von 15-21 Uhr hatte, wurde meistens noch
ein Drink in der Bar eingenommen. Das Resultat waren jede Menge Partys im Wakeup!, da man als Backpacker ja sowieso so selten Party
macht...
Und
ich habe dort auch Marie aus Deutschland kennen gelernt, sie hat dann kurz
darauf auch im Wakeup! angefangen, in der Bar.
Da das Wakeup! recht teuer ist
bin ich in ein Appartement auf der Pitt Street gezogen, aber auch nur für 3
Wochen.
Ich hab mir das Zimmer im 33.
Stock mit einen Iren und einer Engländerin geteilt, das andere Zimmer war mit 3
anderen Iren bestückt. Das Appartement war zuerst sehr siffig, besonders der
Kühlschrank und die Küche überhaupt. Aber man kann ja putzen...
Mein Haus, mein Pool, meine
Aussicht:
Das eigentlich Beste daran war
der Pool im 27. Stock mit Sauna, Whirlpool und Fitnessraum, aber trotzdem war
mir das für 150 $ die Woche zuviel. Wohnzimmer
mit Küche: links "mein" Zimmer mit Bad, rechts das andere
mit
Bad.
Für die letzten Wochen bin
ich dann in ein anderes Hostel nahe des Wakeup! gezogen, teilweise hatte ich
sogar ein Zimmer für mich allein. Es gefiel mir dort gut, hatte sogar einen
Fernseher und einen Kühlschrank auf dem Zimmer, vor allem hat es Geld gespart!
Natürlich hab
ich Sydney auch erkundet: mein Lieblingsplatz bleibt aber nach wie vor Darling
Harbour, wo auch das Sydney Aquarium ist und man gut am Hafenbecken oder auf den
Wiesen liegen kann, im
Shoppingcenter herumstöbern kann oder immer mal wieder im nahe gelegenen Office
unserer Organisation
umsonst im Internet surfen, Job- und Wohnungsanzeigen
lesen kann, jede Menge Deutsche trifft oder den mutigen Schritt geht und die
ersten reisen bucht (oder sie an jenen Mittwoch Abenden gewinnt: ich hab dreimal
was gewonnen...)
Auch den
weltberühmten Bondi Beach habe ich
einige Male
besucht (siehe links), Manly Beach am anderen Ufer, den Taronga Zoo oder den
Chinese Garden (rechts). Natürlich war ich auch öfters an der
Harbour Bridge und am
Opera House und den dahinterliegenden Botanic Garden.
Nach 2 Monaten
habe ich dann meinen Mut zusammen gepackt und mir ein Busticket gekauft, mit dem
ich mit unbegrenzten Stops die Ostküste bis nach Cairns hochfahren konnte.
Außerdem habe ich einen 3 Tage Segeltörn in den Whitsunday Islands und einen 3
Tage Trip auf Fraser Island gebucht. Nachdem ich also meine Sachen
gepackt und allen auf Wiedersehen gesagt habe, b in ich noch für ein Wochenende
zu Marc
& Cherry nach Boxhill gefahren, ungefähr eine Stunde Zugfahrt ins
Inland,
zwischen den Blue Mountains und Sydney. Marc ist ein Arbeitskollege von meinem
Vater und er hat mich, wie auch meine Eltern 2 Monate davor, aufgenommen. Total
toll! Ich hab mich sofort wohl gefühlt. Sie haben mir unter anderem auch die
Blue Mountains (rechts: die 3 Sisters in den Blue Mountains) gezeigt.
Und dann ging es
los... |
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Teil 1
Mit dem Jeep
von Papas Geschäftskollegen sind wir ins Hunter Valley gefahren und
haben in Cessnock übernachtet, meine erste
Nacht in einem
Motel ! Nun denn, es war der Auftakt zwischen dem
ständigen "Streit"
zwischen der femininen Seite der Reisegruppe (meine Mutter und ich) und der
maskulinen (mein Vater) ob wir mit Klimaanlage oder Heizung schlafen; es war
schweinekalt
wohlgemerkt.
Aber wir hatten
Spaß, besonders weil ich auch mal fahren durfte: meine erste Links-Autofahrt !
Die ersten Minuten waren überhaupt nicht witzig, aber die danach waren
es umso besser...
Bevor wir in
Coffs
Harbour angekommen sind, haben wir einen verlassenen kleinen Strand (mit
Haiwarnung) und eine Billabong Sanctuary besucht: mein erstes Erlebnis mit
Koalas und Känguruhs !!
In
Coffs Harbour hat es mir super gefallen, ein kleines verträumtes
Hafenstädtchen, mit leckeren Restaurants
und einem schönen Hafen. Am nächsten
Morgen haben wir sogar Wale in der Ferne gesehen.
Weiter ging es
dann nach Byron Bay, dem östlichsten Punkt von Australien, vom
Leuchtturm aus haben wir wieder Wale gesehen.
Und dann kam mein
erster Tiefpunkt in Australien: anstatt mit meinen Eltern ins Motel zu ziehen
bin ich in ein Hostel gezogen, eigentlich nichts ungewöhnliches, aber mir wurde
damit klar, das mein nächsten Jahr (oder das nächste halbe Jahr) so
weitergehen würde und ich meine Familie eine ganze Zeit
nicht sehen werde! Außerdem
ist es mir schon immer schwer gefallen, in fremden Umgebungen zu übernachtet,
besonders in Hostels / Jugendherbergen. Aber auch daran hab ich mich schnell
gewöhnt (sogar an so manche Bruchbuden und -betten kann man sich gewöhnen).
Von Byron sind
wir dann nach Brisbane gefahren, wo ich mir mein Visum abgeholt habe. Ein
paar Stunden später sind wir dann in
Noosa angekommen, wo wir für einige Tage unser Lager aufgeschlagen
haben. Als Ausflüge haben haben
wir den Australia Zoo (Bilder unten: ein Wombat und ein Koalababy das
gähnt)besucht,
und
den Eumundi Market, wo eine ganze Stadt ein
großer Markt ist. Eigentlich wollten wir einen Tag nach Fraser
Island fahren, aber da ich mich peinlicherweise aus meinem Hostel
ausgesperrt hatte (weil ich verschlafen
hatte und meinen wartenden Eltern nur eben Bescheid geben wollte, dass ich jetzt
komme, und dann die Tür ins Schloss gefallen ist), mussten wir umdisponieren
und sind nach Hervey
Bay gefahren, um einen Whalewachting-Bootstrip
zu machen. Trotz
der Bedenken meiner Mutter wegen Seekrankheit und dergleichen
sind wir das Risiko eingegangen und haben es nicht bereut: wir haben eine ganz
Zeit lang eine Walmutter (Buckelwal) mit ihrem 3 Monate alten Kalb beobachtet;
es war
so aufregend!
Auf der
Rückfahrt von Noosa Richtung Süden haben wir kurz in Surfers Paradies
gehalten, was mich nicht
sonderlich überzeugt hat, aber vielleicht liegt es
daran, dass ich kein
Surfer und auch kein Partylöwe bin ... Übernachtet haben wir wieder in Coffs
Harbour, am nächsten Tag haben wir den Aussichtspunkt von Smoky Cap uns
angesehen und die Na cht dann in Newcastle verbracht (auch kein sehr
aufregendes Fleckchen). Und dann waren wir auch schon wieder in Sydney, wo wir
abends noch einmal Essen gegangen sind und dann am nächsten Morgen
der traurige Abschied kam...
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Teil 2
Es gibt in Australien das "WWOOF"-Programm, wo man gegen Kost &
Logis auf Farms oder Gästehäusern oder ähnlichem mithilft. Damit
wollte ich mich eigentlich die Ostküste hocharbeiten, aber mein
erster Versuch gelang mir nicht so richtig, oder besser gesagt,
es gefiel mir nicht.
Nachdem mich Marc & Cherry verabschiedet haben, bin ich in
den Bus gestiegen und 3 Stunden nördlich getuckert, wo mich dann
der Farmer abgeholt hat. Er war nett, aber er hatte vergessen
mich einzuplanen, somit schlief ich auf dem TV-Sessel. Es wäre
bestimmt noch witzig geworden, aber ich hab mich nach 2 Tagen
zurück zum Bus bringen lassen.
Etwas deprimiert bin ich dann nach Coffs Harbour
gefahren und dank der tollen Leute im Hostel hab ich mich wieder
total wohlgefühlt und meinen eigentlichen geplanten Aufenthalt
von 2 Tagen auf 10 verlängert. Ich bin Flugzeug geflogen, hab
Bodyboarden gelernt (Surfen für Softies, man liegt mit dem
Bauch auf dem Brett und reitet die Wellen), hatte mein erstes
richtiges Australisches Barbeque mit Tim (siehe oben) und habe
auch die Dänin Brit kennen gelernt, mit der ich noch 2 Wochen
weitergereist bin.
Die Truppe von Coffs Harbour, Karen & Tim
Nächster Stop war Byron Bay, wo Brit und ich einen
Ocean Kayaking Trip gemacht haben, sprich du fährst mit dem
Kayak auf See
hinaus und beobachtest Delfine. Ich hab selten soviel Spaß und
Angst auf einmal gehabt ... und der Muskelkater am nächsten
Morgen war enorm.
Brisbane war unser nächsten Ziel, aber nur für eine Nacht. Das
spannendste war der künstlich angelegt Stran d
mitten in der City.
Weiter ging es dann nach
Noosa,
wo sich Brits und meine Wege nach einer Woche trennten. In Noosa
habe ich meine "Leidenschaft" fürs Lesen entdeckt, dass heißt,
ich hab überhaupt mal angefangen ein Buch zu lesen und es in
weniger als 6 Monaten ausgelesen.
Außerdem habe ich einen Surfkurs belegt, ich war nicht soooo
erfolgreich, aber mit dem Muskelkater hat es geklappt!
Nächster
Stop war Rainbow Beach,
aber auch nur für eine Nacht, da dort nix los war.
Trotzdem hab ich ein echt interessantes Gespräch mit einem
Aussie über Surfen und der Präsenz von Haien gehabt (quasi eine
Bestätigung dafür, was ich auch vorher schon wusste: ich bin ein
Softie !).
Aber wenigstens ein witziges Bild kann ich liefern, ein
Tempolimit am Strand!
Dann begann mein erstes Abenteuer: in Harvey Bay (wo ich
zufällig Brit und eine alte Schulkollegin wiedergetroffen habe)
sammeln sich all die Leute, die einen Trip nach Fraser Island
gebucht haben, um die größte Sandinsel der Welt zu erkunden. In
Gruppen eingeteilt und
den
Wagen vollbeladen sind wir dann noch schnell einkaufen gefahren,
denn auf Fraser Island gibt es weder Straßen noch
Supermärkte, außer in einem winzigen Dorf, was nur ein
paar Kilometer vom Anlegesteg entfernt war, aber das alle
"Straßen" nur aus Sand bestehen, kann die Fahrt unter Umständen
Stunden dauern.
Da am Nordzipfel der Insel Haibrutgebiet ist, darf man auf
keinen Fall im Meer schwimmen, zur Entschädigung gibt es aber
kristallklare Inland-Seen, das reicht auch. Neben dem Campen und
Off-Road Erlebnissen (wie gesagt: keine richtigen Straßen: mein
Hintern tat noch tagelang danach weh...) habe ich auch meinen
ersten frei lebenden Dingo gesehen, rundum war es echt schön.
Mein
nächstes Ziel war Arlie Beach, der Startpunkt für alle
Segeltrips in die Whitsunday s
Islands.
Da ich ein paar Tage warten musste, habe ich mich an der
künstlichen Lagune geaalt, da man ab Arlie Beach in gewissen
Saisons wegen den Jelly-Boxfish nicht ins Meer kann
(Quallen die bei Kontakt schwer krank machen, sogar tödlich sein
können).
Nun denn, der Tag kam, wo wir aufs Boot stiegen, der Beginn von
drei paradiesischen Tagen.
Die
Leute auf de Schiff waren zwar fast alle Deutsch, aber
trotzdem war es eine nette Truppe. Wir wurden mit Essen und
Nichtstun verwöhnt und haben nachts auf Deck geschlafen, unterm
Sternenhimmel. Ich bin auch das erste Mal in meinem Leben
schnorcheln
gewesen, und es war ein wunderschönes Erlebnis! Ich habe sogar
einen Tauchgang gemacht, war erst ganz schön unheimlich, aber
hat was! Nur die Toiletten an Bord fand ich unangenehm, aber man
kann ja nicht alles haben.
  
Unser einziger Landgang war auf Whitehaven Beach, dem
schönsten Strand den ich bisher kenne. Der Sand ist der feinste
der Welt, man kann seinen Schmuck darin polieren und sich aber
auch leider die Haut daran schneiden. We gen
den Jellyfish sollte man auch nicht ins Wasser gehen, aber da
dort kleine Babyhaie und Rochen herum schwammen, mussten wir ja
näher ran, um sie fotografieren zu können. Die Bilder sind aber
leider nicht gut geworden.
Zurück in Arlie Beach sind wir dann noch abends feiern
gegangen und haben mit einem Auge das Rugby-Finale Australien
gegen England (England hat gewonnen) beobachtet. Und ich hab das
erste Mal Krokodil gegessen...
Mit dem Bus ging es weiter nach Townsville, wo ich erst
mal ein paar Tage Antibiotika schlucken musste, da ich mir eine
Ohrenentzündung vom Tauchen eingehandelt hatte.
Trotzdem habe ich die Billabong Sanctuary besucht, einen ganzen
Tag lang konnte man die einheimischen Tiere Australiens
bewundern und teilweise auf den Arm nehmen, es war total
interessant, da der Park recht klein war, viel geboten wurde und
nur wenig Leute da waren.
Anschließend
bin ich für ein paar Tage auf Magnetic Island gewesen, wo
ich
mir ein Mofa ausgeliehen habe, um die Insel ein wenig zu
erkunden. Nur ein paar Meter von meinem Bett entfernt schlief
das hauseigene Krokodil...
Aber ich habe auch Bekanntschaft mit einem Possum und den
farbenprächtigen Papageien gemacht!
Frengipani
findet man häufig in Australien, sie sehen nicht nur schön aus
sondern riechen auch toll...
Nächster Halt war Mission Beach, wo es schon sehr
tropisch war. Das Hostel war sehr hippy, aber die vorhandenen
Filme sehr gut...
Am Strand
habe ich dann Kokosnüsse gesammelt und versucht zu knacken, aber
ein Einheimischer konnte sich das nicht länger mit ansehen und
half mir dann. Somit habe ich ein paar Stunden in tropischer
Hitze im strömenden Regen am
Strand Kokosnuss mit einem Aussie gegessen!
Mein nördlichster Punkt war dann Cairns, eine recht
lebendiges Städtchen mit viel Nightlife. Rechts: Zwischendurch
habe ich 28 Kilo mit mir herumgeschleppt...
Patti aus meiner Reisegruppe und zwei ihrer
Kommilitoninnen hab ich dort getroffen und wir haben zusammen
meinen Geburtstag gefeiert im "weltbekannten" Woolshed.
Und dann ging es per Flieger ins Northern Territory, in die
Landesmitte: Alice Springs...
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Mein Flug nach
Alice
Springs musste leider zum Uluru
(= Ayers Rock)
umgeleitet werden, das hieß 6 Stunden Busfahrt vom Ayers Rock
nach Alice. Aber man ist ja leidensfähig...
In Alice hab ich
dann Brit wiedergetroffen und wir haben uns die Stadt zusammen
angesehen, zum Beispiel das Museum der Flying Doctors.
Dann
ging es für
mich weiter auf meine Red Centre Tour, die ein totales
Erlebnis war: wir haben in Swags (große wasserdichte Schlafsäcke, in die man
mit seinem eigenen Schlafsack reinkrabbelt) unter freiem
Himmel übernachtet und
mehrmals Sonnenaufgänge am Uluru und Kata Tjuta (die Olgas)
beobachtet.
Die Hitze war
unglaublich (37° um 7 Uhr
morgens), aber das war es wert. besonders das
Gewitter über dem Uluru mit den ganzen farbigen Blitzen war total cool.
3 1/2 Tage sind
wir umhergefahren, unsere letzte Etappe war im
Kings Canyon, wo wir wandern
gegangen sind und zufällig eine sehr giftige
Schlange gesehen haben und im Garten von Eden schwimmen gegangen sind. Ein Dromeda und
eine giftige Spinne waren auch dabei...

Zurück
in Alice hab ich meine Sachen gepackt und bin über Coober Pedy nach
"unten", an die Südküste von Australien, nach Adelaide gefahren.
Coober Pedy ist
eine alte Opalstadt, wo 75 % der Bevölkerung unter der Erde leben. Der Abbau
der Opale fand unter der Erdoberfläche statt und wegen der großen Hitze und
häufigen Sandstürme sind viele Leute in die leergeschöpften Räume
eingezogen, total faszinierend.
I n
Coober Pedy
wurden auch die Mad Max Filme gedreht.
D ie Tage in
Adelaide
habe ich mir mit shoppen, Strandaufenthalten und Videofilmen
vertrieben, bis ich dann meinen Trip der Great Ocean Road entlang antrat....
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Die Great Ocean
Road führt an der Südküste Australiens von Adelaide bis nach Melbourne
entlang und ist w underschön, wenn es nicht so kalt und regnerisch gewesen
wäre.
Es war ruhiger,
da nicht so viele Touristen dort landen und die Truppe war total in Ordnung,
kein Wunder dass ich mit einem aus der Truppe später zusammen gekommen bin.
Eine
Eigenschaft der Australier ist es sich überdimensionale Gebilde zu bauen und sie
im Land zu verstreuen, eins davon ist der Big Lobster, ich habe aber auch die
Banane in Coffs Harbour, die Ananas in G ympie und den Prawn auf irgendeiner
Motorraststätte gesehen.
Oben
rechts sind die Teile der 12 Apostel zu sehen, links die
mittlerweile in der Mitte eingebrochene London Bridge.
In
Melbourne hat mich dann Klaus abgeholt, der entfernt mit mir
verwandt ist. Er
hat mich für eine Woche beherbergt und ich habe mit seiner Familie Weihnachten
gefeiert.
Weihnachten
heißt hier: kein Schnee, 38°, BBQ und ein kaltes Bier!
Am 30. Dezember
haben ich mich dann auf den Weg gemacht um für die Sylvesterfeierlichkeiten
pünktlich z urück in Sydney zu sein.
Marie hat mich
für eine Nacht aufgenommen, nach der Party bin ich dann in ein Hostel am Darling Harbour gezogen. Marie, ihr Freund John, ihre Mutter und Quentin, der mit mir auf meinem Great Ocean Trip
war, und meine Wenigkeit haben uns dann neben der Harbour Bridge
niedergelassen, mit Decke, Wodka und Keksen, um den Feuerwerken um 9 Uhr und um
12 Uhr beizuwohnen. Es war total toll, mal was ganz anderes...
Am 2. Januar bin
ich dann mit Quentin in die Blue Mountains gefahren, wo wir ein bisschen wandern
waren.
Anschließend ist
er weiter auf Reisen gegangen und ich habe noch ein paar Tage in Sydney
ausgehalten, bevor ich mich wieder bei meinem Bekannten Marc eingenistet habe.
Das Leben bei
Marc war anstrengend, alle 10 Minuten musste ich vom Pool in die Sonne und dann
ins Haus wechseln und zwischendurch noch Pancakes und Milkshakes zu mir
nehmen...
Am
13. Januar haben mich dann Marie und Marc am Flughafen verabschiedet und nach 22
Stunden stand ich um 7 Uhr morgens in Frankfurt am Flughafen.
Obwohl ich schon
anhand des grauen Wetters wieder deprimiert war, hat mich meine Familie vom
Bahnhof in Essen abgeholt,
was ich unheimlich toll fand.
Abschließend
kann man nur sagen, dass die 6 Monate eine unheimliche tolle Erfahrung waren, in
jeglicher Hinsicht! Es steckt weit mehr dahinter als nur Reisen, Faulenzen und
Party machen, aber das kann man nur herausfinden, wenn man es selbst erlebt. Ich
würde es jederzeit wieder tun, wer weiß, was die Zukunft so bringt... ;-)
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