Willkommen auf meiner Internetseite!

Die Kunst der Motivtorten-Dekoration ist in Verbindung mit der deutschen Backkunst ein Schmaus für die Augen und den Gaumen zugleich! Im deutschen Sprachraum oft verkannt ist der Fakt, dass sich unter einer Motivtorte keine Sahnebombe verbirgen muss, sondern oft ein einfacher Kuchen. Die Dekoration besteht meist aus Fondant, einer Knete-artigen Zuckermasse, manchmal aber auch aus Marzipan oder Modellierschokolade.

Kleiner Exkurs zur Geschichte des Fondants

Fondant leitet sich durch das französische Verb "fondre" (schmelzen) ab: bereits im 16. Jahrhundert wurde Fondant hergestellt; kleine Küchlein wurden dazu in geschmolzenen Fondant getaucht. Ab den 1940er Jahren wurde Fondant in der heutigen Technik zur Tortendekoration verwendet und begann seine Geschichte in Australien und später Südafrika. Der Trend wurde in den 1980er Jahren in Großbritannien und um die Jahrtausendwende in den USA populär. Durch das Internet und diverse TV-Backshows hat es weltweit immer mehr Anhänger gefunden.

Die Kunst der Motivtorten-Dekoration ist leichter, als es aussieht, bedarf aber Mühe und vor allem Zeit! Meine Internetseite ist eine Zusammenstellung der (für mich) wichtigsten Rezepte, Anleitungen, Materialkunde sowie bewährten Tipps und erspart das Durchforsten der tausenden Anleitungen im Internet; und das ganz ohne Werbung. Vielleicht nimmt sie ja anderen die Scheu, eigene Motivtorten zu erstellen.... Viel Spaß!

 

Letzte Aktualisierung: 24.04.2017

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Gartenteich

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Schäfchen

Hochzeitstorte

 

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mit Marzipanrosen

 

Babytorte

Mond & Sterne

 

"Kleiner Drache

Kokosnuss" Torte

 

Blumen Torte

 

Schweinchen

Torte

Olaf Torte

 

Gute Reise Torte

 

Zucker-Blumenstrauß

 

Minions

Törtchen

 

Vogelhochzeit

Torte

 

Herbst

Torte

Eulen

Torte

 

Regenbogen

Torte

"Unter dem Meer"

Torte

 

Torte mit

Callas und Spitze

Hochzeitstorte
Rosen

 

  


Das folgende Tutorial führt durch die einzelnen Schritte eines Motiv-Torten Projektes und durch die Materialkunde.

Für eine erstes Motivtorten-Projekt empfehle ich, einfach zu beginnen, um Stolperfallen zu vermeiden und die Lust nicht zu schmälern, wenn auf Anhieb nicht alles klappt (alle diese Schritte sind im Tutorial erklärt):

  1. Als Kuchen dient ein "trockener" Kuchen, ohne Füllung und mit Nuss-Nougat-Creme als Einstrich. Die Zutaten für die Dekoration werden gekauft anstatt selbst hergestellt.

  2. Als erste Anschaffung reicht dann Fondant, Kokosfett und CMC (wenn Blumen oder Figuren modelliert werden sollen), ein paar Lebensmittelfarben (mit den 4 Grundfarben lassen sich alle Farben mischen), ein Smoother und ggf. ein Ausstecher, falls keine Plätzchenausstecher vorhanden sind. Der Rest lässt sich mit den üblichen Küchenhelfern improvisieren.

  3. Den Fondant einfärben, für die Bordüre einfach eine Kordel oder Flechte erstellen; eine Eule, ein paar schlichte Rosen oder eine Schleife modellieren und oben auf der Torte anbringen; Perlen aufkleben oder eine Kissenoptik erstellen. Fertig!

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

» Zeitplanung

Zwischen der einfachsten und der aufwendigsten Variante liegt natürlich ein großer Zeitunterschied, aber selbst das einfachste Tortenprojekt, wie in der Einführung beschrieben, habe ich nicht unter 4 Stunden realisieren können. Obwohl ich selten fülle und mittlerweile Fondant kaufe, teile ich das Projekt meistens auf 2-3 Tage auf, sonst wird es zu stressig.
 

Tag 1

» Kuchen backen [~1,5 Std], komplett auskühlen lassen
» wenn geplant, Einstrich zubereiten [~20 Min.] und über Nacht kühlen (sonst Nuss-Nougat-Creme nutzen)

» wenn geplant, Fondant, Blütenpaste und Zuckerkleber zubereiten [~1 Std.] und über Nacht kühlen (sonst kaufen)

Tag 2

» wenn geplant, Füllung zubereiten und Torte füllen [~30-60 Min.], über Nacht kühlen
» Figuren oder Blumen modellieren und trocknen lassen*

Tag 3

» Torte einstreichen [~20 Min.]
» Fondant einfärben** und Torte mit Fondant einschlagen [~30 Min.]
» Torte dekorieren [mind. 1 Std.]*

* durchschnittlich benötige ich 3-4 Std. für die Dekoration einer Motivtorte plus die Zubereitung des Kuchens.

** bei größeren Mengen oder kräftigen Farben lohnt es sich den Fondant am Vortag einzufärben und ziehen zu lassen.


» Mengenplanung

Kuchenmengen:  
 

Tortendurchmesser

 

Tortenstücke bei

5 cm  / 10 cm Höhe

20 cm

10 / 20

22 cm

12 / 24

24 cm

14 / 28

26 cm

16 / 32

28 cm

18 / 36

30 cm  

21 / 42

35 cm

31 / 62

 

Wer nicht selbst rechnen möchte, findet hier einen Umrechner zum Herunterladen.


Rezeptmengen:

Durchmesser

v o n

18 cm

20 cm

22 cm

24 cm

26 cm

28 cm

30 cm

a u f

18 cm

1,0

0,81

0,67

0,56

0,48

0,41

0,36

20 cm

1,23

1,0

0,83

0,69

0,59

0,51

0,44

22 cm

1,49

1,21

1,0

0,84

0,72

0,62

0,54

24 cm

1,78

1,44

1,19

1,0

0,85

0,73

0,64

26 cm

2,09

1,69

1,40

1,17

1,0

0,86

0,75

28 cm

2,42

1,96

1,62

1,36

1,16

1,0

0,87

30 cm

2,78

2,25

1,86

1,56

1,33

1,15

1,0


Beispiel: Um die Teigmenge von einem 26cm-Rezept auf ein 18cm-Rezept zu reduzieren, multipliziere ich die Teigmenge mit 0,48.

 

Da man Eier schwierig teilen kann, folgende Berechnungshilfe für die Gewichtsklassen:

S: unter 53g |  M: 53g bis 63g  |  L: 63g bis 73g  |  XL: ab 73g

 

Wer nicht selbst umrechnen möchte, kann diesen Online-Umrechner nutzen.

 

Fondantmengen:
 

Für einen 22cm runden Kuchen mit ca. 10cm Höhe benötige ich weniger als 500gr Fondant, da ich Fondant recht dünn ausrolle. Man sollte trotzdem immer mehr einplanen, da der Rand vorerst etwas abstehen muss. Zudem sollte man als Anfänger nicht allzu dünn ausrollen, damit der Fondant nicht reißt. Wer es genauer wissen möchte, kann diesen Online-Rechner nutzen.

Einstreichmengen:
 

Für einen 22cm runden Kuchen komme ich locker mit dem Ganache-Rezept basierend auf 200ml Sahne aus (siehe Rezept) oder einem halben Glas Nuss-Nougat-Creme, da ich relativ dünn einstreiche. Hier ist eine Online-Orientierungshilfe zu finden.

Tipps für die Planung

  • um nicht den Überblick zu verlieren, lohnt es sich vorab einen vollständigen Entwurf zu Papier zu bringen (welcher Kuchengeschmack, welche Füllung, welcher Einstrich? welche Kuchenform? welche Farbe soll der Fondant haben? etc.). Damit können dann Einkaufszettel, Zeitplanung aber auch Kühl- und Transportmöglichkeiten festgelegt werden. Für das Motiv suche ich mir meistens Anregungen im Internet (insbesondere auf Pinterest, siehe Tortenideen unter "6: Dekoration") und drucke einige Beispiele aus.

  • Fondant ist unter vielen (englischen) Namen bekannt: Sugarpaste, Icing, Frosting, RTR (Ready to Roll) und letztlich Rolled Fondant. "Rollfondant" wird im deutschsprachigen Raum genutzt.

  • Modellierfondant kann man mittlerweile kaufen, ist aber sehr einfach und günstig herzustellen (siehe Rezept). Fondant und Zuckerkleber können auf Vorrat vorbereitet werden, der Einstrich kann eingefroren und rechtzeitig wieder aufgetaut werden. Die Zuckerdekore (Figuren, Blüten etc.) können ebenfalls weit im Voraus vorbereitet werden, da sie unverderblich sind.

 
»
Materialkunde

Basisausstattung Material:

» Backformen
» Handmixer (besser: Küchenmaschine
1)
» Frischhalte- und Alufolie, Gefrierbeutel
» Zahnstocher
» Plätzchenausstecher
» Nudelholz (besser:
Ausrollstab)

» Teigkarte

» Glätter (Smoother)
» Tortenplatte (besser:
Cake Boards / Cake Drums)

» Teigrad und / oder Pizzaschneider

» Schere und Nagelschere

» Tortenständer (besser: drehbare Tortenplatte)

» Seidensöckchen (oder Pudersäckchen)

» kleiner Pinsel

Basisausstattung Zutaten (größtenteils aus dem Tortenzubehör):

» Roll-Fondant (zum Einschlagen/Überziehen der Torte)2

» Blütenpaste (für filigrane Dekorationen oder Zuckerblumen)3

» Zuckerkleber (man kann auch Wasser verwenden)

» Bäckerstärke (im Zweifel geht auch Puderzucker, ist aber sehr grob)
»
Lebensmittelfarben4

» CMC (dient als Verdicker, Bindemittel und Stabilisator)

» ggf. Trockeneiweiß (auch Meringue Powder)

» geschmacksneutrales Kokosfett (z.B. Palmin Soft)

» Zuckerdeko (Perlen, Streusel etc.)

» ggf. Glucose sowie Glycerin (auch in der Apotheke erhältlich)

Für fortgeschrittene Dekorationen:

» Palette (zum Einstreichen und Heben)

» Modellier-Werkzeug (insb. Cutter und Ball Tool)

» Auswerfer (Plunger Cutter)

» Modellierbrett & Schaumpad (CelBoard & Flowerpad)

» Lebensmittelstifte (z.B. für Text oder Augen)

» Pipetten-Fläschchen (z.B. für Zuckerkleber)

» Kuchensäge (Cake Leveller oder Schneidedrähte)

» Apfelpalletten, ggf. Trockengestell für Zuckerblumen

» Tonpistole (Clay Extruder / Sugar Gun)

» Strukturmatten für Reliefs und Spitzendekor

» Silikonformen (Moulds) für 3D Elemente

» Silikon-Stempel (Veiner) für Struktur von Blüten und Blättern

» Pinsel-Set

 

ohne Werbegedanke, aber bewährt haben sich:

1 Küchenmaschine von Bosch MUM5 (gute Erweiterung ist der Silikon Flexi-Rührbesen)

2 (Roll-)Fondant von "Massa Ticino"

3 Blütenpaste von "Squires Kitchen"

4 Lebensmittelfarbe-Pasten von "Rainbow Dust"

Tipps für die Ausstattung:

  • die Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt eignen sich nicht für Fondant, sondern die Pasten- oder Pulverfarben aus dem Tortenzubehör

  • CMC (Carboxymethylcellulose) ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 466 zugelassen und wird vielseitig in Backwaren, Speiseeis oder Tabletten eingesetzt. Er kann in der Apotheke, in Tortenshops oder in der Drogerie als "Kukident-Haftpulver extra stark" (funktioniert nicht mit anderen Marken!) gekauft  werden. Unterschied zu anderen Pulvern: "Gum Tragacanth" ist quasi das pflanzliche Original zu CMC, ist allerdings teurer und etwas zeitaufwändiger in der Verarbeitung; "Tylose Powder" ist lediglich ein Markenname von CMC.

  • für das Ausrollen benötigt man Platz und eine saubere, trockene sowie glatte Oberfläche, weil sonst der Fondant verunreinigt, sich auflöst bzw. nicht glatt wird. Auf Glas oder Ceran (z.B. Kochfeld) haftet der Fondant stärker als auf Holz- oder Kunstoberflächen. Man kann sich auch mit glatten Silikonmatten als Unterlage aushelfen.

  • ein Nudelholz erfüllt den Zweck, allerdings ist dieses meist nicht lang genug und kann Kanten beim Ausrollen verursachen. Ausrollstäbe aus Plastik sind somit besser geeignet. Ich empfehle einen 50cm Ausrollstab und einen kleinen von ca. 10cm für Dekorationen und Arbeiten auf dem Arbeitsbrett (CelBoard).

  • normale Backformen funktionieren wunderbar, jedoch sind solche aus dem Tortenzubehör oft nicht nur ausgefallener, sondern meist auch höher (10cm) und liefern gleichmäßigere Backergebnisse (ich persönlich bin Fan der PME und Wilton Backformen).

  • für den normalen Kuchen und Füllungen reicht natürlich ein Handmixer, für die Zubereitung von Fondant ist allerdings eine Küchenmaschine notwendig.

  • Tortenzubehör:

    » Torten Deko (Onlineshop; Shops & Kurse in Essen, Düsseldorf, Oberhausen)
    »
    Kuchenart (Shop und Kurse in Frankfurt)

    » Backfieber (Online-Shop und Kurse in Frankfurt)
    »
    Caros Zuckerzauber (Onlineshop - speziell für Blumen, Kurse in Österreich)

    » Tortenzauber (Onlineshop)
    »
    Torten-Boutique (Onlineshop und Kurse im Raum Köln)
    »
    Pati Versand und Tolle Torten (Onlineshops)

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

Fondant kann man wunderbar selber herstellen und der zeitliche Aufwand hält sich wirklich im Rahmen, dafür, dass die Herstellung nur gut die Hälfte gegenüber dem gekauften Fondant kostet! Ebenso lässt sich Zuckerkleber einfach und schnell selbst herstellen. Für die Blütenpaste gehört ein wenig Übung dazu, zudem finde ich die Konsistenz der gekauften Blütenpaste besser. Modellierfondant lässt sich leicht selbst herstellen, entweder mit CMC oder zu gleichen Teilen Fondant und Blütenpaste verkneten. Die CMC Variante geht schneller, ist günstiger und von der Konsistenz her angenehmer.

 

 

 

 

 

Tipps für Fondant und Blütenpaste

  • Fondant muss immer absolut luftdicht verpackt werden!

  • man kann Fondant mit dem Handmixer zubereiten, in der Küchenmaschine geht es jedoch wesentlich einfacher, da die Masse extrem zäh wird.
    Es gibt unterschiedliche Erfahrungsberichte, ob man alternativ Agar-Agar oder Agartine als Ersatz für die Gelatine verwenden kann. Heller oder Karamell Sirup von Grafschafter für Alt-Weiß oder Glukosesirup für Schneeweiß verwenden. Verwendung von klarem Honig oder anderen Aroma-Sirups möglich, aber die Konsistenz ist anders. Durch die Zugabe von Salz und Zitronensäure wird die Süße des Zuckers im Fondant etwas gebrochen.

  • Fondant lässt sich nicht mit den normalen Speisefarben einfärben, sondern nur mit wasserlöslichen Pasten-Farben oder speziellem Farbpulvern. Schwarz und rot sind allerdings schwer (selbst) zu färben bzw. man benötigt extra starke Farben (z.B. Sugarflair Extra Red etc.).

  • selbstgemachten Fondant im Kühlschrank aufbewahren (luftdicht bis zu 6 Monate im Kühlschrank haltbar; ungekühlt nur einige Wochen), der gekaufte Fondant-Eimer steht im kühlen Keller (ca. 1 Jahr haltbar). Vor der Verarbeitung genug Zeit einplanen, damit Fondant wieder auf Zimmertemperatur kommen kann.

  • Fondanttorten können unabgedeckt in den Kühlschrank (dieser sollte nicht auf eiskalt eingestellt sein und keine stark riechende Lebensmittel beinhalten. Wenn es sehr feucht im Kühlschrank ist, ein Glas Salz dazu stellen. Nach dem Herausnehmen die Torte akklimatisieren lassen - dabei kann sich Feuchtigkeit auf der Torte niederschlagen, welche aber wieder verdunstet).

  • Wenn die Blütenpaste luftdicht abgeschlossen im Kühlschrank gelagert wird, hält sie sich 6 Monate, wenn sie eingefroren wird, einige Jahre. Wichtig ist aber, dass die Paste vor dem Einfrieren 24 Stunden im Kühlschrank ruht.

  • Zuckerblumen und modellierte Figuren unabgedeckt an der Luft trocknen lassen. Danach trocken und lichtgeschützt (gegen Staub und Verfärbung) aufbewahren. Praktisch unendlich haltbar (und essbar, wenn auch nicht unbedingt genießbar).

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

Generell kann man jedes altbewährte Kuchenrezept nutzen (Zitrone, Marmor, Nuss, Eierlikör etc.); je saftiger, desto besser. Zu weiche oder zu bröselige Böden sind allerdings schwerer zu verarbeiten.

Unkompliziert, vielfältig abwandelbar und zum Färben ideal geeignet sind der Rührkuchen oder Wunderkuchen (geschmacklich bevorzuge ich Kuchen auf Butter- als auf Ölbasis); beide bleiben zudem mehrere Tage saftig. Eine locker-luftige und ebenfalls schnelle Variante ist der Mandelbiskuit.

Geschmacksklassiker sind der saftige Schoko-Nuss-Kuchen oder die reichhaltige Sachertorte, beide bleiben lange frisch und die Sachertorte muss vor dem Verzehr sogar 7 Tage ruhen und kann somit wunderbar im Voraus zubereitet werden.

 

  

 

 

Fremde Rezeptideen für Kuchen:

» Red Velvet Kuchen (Roter Samtkuchen)

» Weihnachtliche Ombre-Torte (mit Orange und Zimt)

» Zitronentorte mit Zitronenganache und Lemon Curd Füllung

» Ombre Torte mit Zitrone und Blaubeeren

» Glühweinkuchen

» White Cake

» Bananen-Schokoladen-Kuchen

» Mohnkuchen mit Kirsch-Buttercreme

 

Tipps für das Backen:

  • den Kuchen am besten am Vortag backen, damit er vollständig auskühlen kann.

  • grundsätzlich fette ich meine Backformen ein (wer häufig bäckt, wird die Vorzüge von Trennspray anstatt Butter/Margarine erkennen) und mehle sie dann.

  • oft wird der Kuchen kuppelig und muss entsprechend nachher begradigt werden, was an der unterschiedlichen Hitze der Backform liegt (außen heißer als innen, somit backt der Rand schneller, während die Mitte noch aufgeht). Das kann vermieden werden, wenn man auf kleineren Temperaturen (ca. 160°) und dann länger backt (fast doppelt so lang); oder die Isoliermethode anwendet: einen Streifen Alufolie dazu ausrollen, locker zum Abmessen um die Backform legen und dann abschneiden. Küchenkrepp anfeuchten und in die Mitte der Alufolie legen, dann die Ränder zuklappen. Den Alustreifen eng um die Backform anlegen und mit einer (unbeschichteten) Büroklammer befestigen. Die Temperatur für das Backen herunterdrehen (20-30° weniger als sonst) und die Backzeit entsprechend verlängern (bis zu 1,5 mal). Daumenregel: 160° bei ca. 1,5 Stunden.

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

Generell müssen Motivtorten nicht gefüllt werden! Oft bietet es sich sogar an, auf eine Füllung zu verzichten, sei es aus Geschmacksgründen oder weil die Torte bei Füllungen mit Milchprodukten nicht gekühlt werden kann. Wenn doch, kann man jegliche Füllungen nutzen, jedoch können Füllungen in vielen Fällen nicht gleichzeitig als Einstrich genutzt werden, da viele nicht fondant-tauglich sind (siehe 5: Eindecken).

Besonders gut zum Nutella-Kuchen schmeckt die Himbeer-Füllung, zum Mandelbiskuit die Giotto-Füllung. Ansonsten sind praktische Füllungen Marmeladen, Nuss-Nougat-Creme oder Lemon Curd (die Süße kann man mindern, indem man diese mit Frischkäse vermengt).

 

  

 

Fremde Rezeptideen für Füllungen:

» Sammlung 1 von Torten-Füllungen

» Sammlung 2 von Torten-Füllungen

» Sammlung 3 von Torten-Füllungen

Tipps für das Füllen:

  • Torten mit Füllungen müssen vor dem Einschlagen mit Fondant eine Nacht in den Kühlschrank, damit die Füllungen fest werden können.

  • Bei dünnen Schichten können Füllungen einfach auf die einzelnen Böden aufgetragen werden. Bei dickeren Schichten bietet sich die Tortenring-Methode (hier auch als Video) an:

    1.     Einen Kuchen backen, der einen größeren Durchmesser hat als der geplante Kuchen.

    2.    Einen Tortenring oder Teller mittig auf den Kuchen setzen, sodass ca. 2 cm Rand übrig bleibt, dann mit einem scharfen Messer am Ring entlang bis zur Unterlage schneiden. Den entstandenen Streifen vorsichtig zur Seite legen.

    3.    Den Kuchen je nach Wunsch 1 - 2 Mal flach durchschneiden; 1 Scheibe ist für den Deckel nötig.

    4.    Den Boden auf eine Unterlage setzen und mit einem verstellbaren Tortenring umschließen. Den Randstreifen auf den Boden setzen und schließen.

    5.    Die Torte nun bis zum Rand nach Wunsch füllen, evtl. einen mittleren Boden mit einschichten. Den Deckel des Kuchens auflegen und vorsichtig andrücken.

    6.     Mit einer sauberen, glatten und festen Platte abdecken und beschweren. Die Torte im Kühlschrank durchkühlen und fest werden lassen. Dann den Tortenring entfernen und die Torte einstreichen.

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

Da Fondant nicht von selber klebt oder auf der Torte hält, muss diese vorher mit einer 'Klebeschicht' eingestrichen werden. Traditionell verwendet man dazu Buttercreme oder Ganache, am einfachsten ist aber Nuss-Nougat-Creme (oder sogar Marmelade) zu verwenden. Die Tortenfüllungen auf Sahne-Basis zum Einstreichen eignen sich nicht, da sie den Fondant auflösen würden.

 

 

 

Fremde Rezeptideen für das Einstreichen:

» Amerikanische Buttercreme

» Swiss Meringue Buttercreme

 

Tipps für das Einstreichen

  • die Amerikanische Buttercreme ist zwar ideal zum Einstreichen, schmeckt aber extrem süß (Hauptbestandteile sind Puderzucker und Butter), wohingegen die Deutsche Buttercreme - auch Pudding-Buttercreme genannt - sehr viel leichter und aromatischer schmeckt (Hauptbestandteile sind Pudding und Butter).

  • bei Rezepten für Deutsche Buttercreme auf den Flüssigkeitsgehalt achten (weniger ist besser), das Rezept oben ist fondant-tauglich.

  • Buttercreme kann man wunderbar durch Beigabe von Kakao oder Lebensmittlefarben einfärben oder durch alternative Puddingpulversorten (Schokolade, Karamell etc.), Aromen (z.B. Kaffee) oder Fruchtpüree anstatt der Milch geschmacklich aufpeppen.

 

 1: Planung

2: Vorbereiten

3: Backen

4: Füllen

5: Eindecken

6: Dekorieren

 

Es gibt unzählige Ideen für die Dekoration:

  • klassisch wird eine Bordüre am Boden angebracht werden (z.B. Perlenkette, Schleifenband etc.) Bordüren-Beispiele

  • mit dem Modellierwerkzeug oder Kneifern (Crimper), alternativ mit Zahnstochern oder Besteck können Muster eingedrückt werden

  • schlicht aber effektiv sind Perlen oder Figuren in 2D (wie Plätzchen ausgestochen) anzubringen

  • es gibt auch Strukturmatten und -walzen, womit Muster einfach aufgetragen werden können;  diese müssen teils vor dem Einschlagen auf den Fondant geprägt werden

  • aufwendiger, aber auch effektvoller, ist das Modellieren von Blumen oder Figuren Modellier-Beispiele

  • mit essbarer Spitze (zum Selbermachen siehe Rezept Zuckerspitzen-Dekor; im Handel bekannt als Magic Decor, Sugar Lace, Cake Lace, Flexi Ice oder Crystal Candy) oder mit Eiweiss-Spritzglasur (Royal Icing) kann man wunderbare Effekte erzielen Cake Lace-Beispiele


 

 

» Externe Videoanleitungen für Dekoration

   Jedes Video-Fester hat seine eigene Playlist. Zum Navigieren in der Playlist links oben im   

   Fenster auf das Listen-Symbol klicken.

 Basis-Anleitungen für Motivtorten
 (Einstreichen, Eindecken, Stapeln etc.)

 

Anleitungen für das Dekorieren von Motivtorten
(Muster, essbare Spitze, Marmor-Effekt etc.)

 

Anleitungen für Blumen aus Fondant
(Rosen, Callas, Hibiskus etc.)
a
 

» Weitere externe Anleitungen

» verschiedene Motivtorten-Anleitungen von Betty

» verschiedene Motivtorten-Anleitungen von Ofenkieker

» verschiedene Motivtorten-Anleitungen von Richards's Cakes

» Lilien

» Kirschblüten

» (Libellen-)flügel aus Gelatine

» Gras, Schnee, Haare und Puschel herstellen

» Hühner (Ostern)

» filigrane verschneite Tannenbäume

» stehende Zahlen

» Cakeboard mit Fondant überziehen
» Wickeltorte und "Explosionstorte"

 

 

 

Tipps für das Dekorieren

  • bei Nutzung von Silikonformen hilft es diese wenige Minuten im Kühlschrank zu kühlen bevor man den Fondant daraus löst. Silikonformen besser pudern als fetten (trotzdem müssen diese erst einige Mal genutzt werden, bevor sich der Fondant restlos herauslösen lässt)

  • nach dem Ausstechen Fondant in der Form abreiben, um Fransen auszubessern

  • während des Modellierens ungenutzte Teile des Fondants/Blütenpaste unter ein Glas/Becher legen, damit nichts austrocknet.

  • Effekt: zwischen Fondant und Ausstecher Frischhaltefolie legen

  • Effekt: Kanten von Blumenblättern mit Ball Tool bearbeiten um Wölbung zu erzielen

  • Torten stapeln: Damit die einzelnen Etagen stabil aufeinander ruhen können, sollte jede Etage auf einer genau zugeschnittenen Platte (z.B. Cakeboard oder Kappa-Platte) liegen. Zusätzlich sollte das Gewicht gleichmäßig verteilt werden, dafür sollten die Platten insbesondere für die unteren/schweren Etagen mit dicken Strohhalmen (z.B. für Cocktails) oder Dübeln (5mm dick aus Buchenrundholz) abgestützt werden. Ggf. eine längere Stange über die gesamte Höhe einsetzen, dafür müssen entsprechend Löcher in die Platten gebohrt werden.

  • Torten transportieren: dazu nutze ich Styropor-Boxen, die ich mit Kühlakkus auslegen kann. Die meisten Boxen sind mir allerdings zu breit (Torte verrutscht in der Box), innen nicht hoch genug (höhere Dekorationen können dann erst nach dem Transport zusammengesetzt werden) oder es fehlen praktische Einkerbungen zum Tragen. Ich kann die Pizza-Box von "The Box" mit 26,5cm Innen-Höhe empfehlen (isoliert super, ist sehr stabil und der Deckel hält bombig). Damit die Kühlakkus beim Transport nicht in die Torte rutschen, lege ich sie auf den Boden der Box, darüber ein Küchenbrett, welches so groß ist, dass es die Akkus größtenteils abdeckt und darauf die Torte. Zur Sicherheit lege ich jeweils ein Stück Anti-Rutsch-Matte zwischen die Lagen.


» Tortenideen

   Tolle Anregungen gibt es auf meinen Pinnwänden (werden laufend erweitert; einfach auf den jeweiligen roten Schriftzug Pinterest klicken):

     
     
     
 

 

» Buchtipps

        
        

» Magazin-Tipps

       

 

 

Schon immer habe ich gerne gebacken, jedoch eher klassische Kuchen

und Torten. Dann, an einem regnerischen Wochenende im Sommer 2014, recherchierte ich, wie ich für meinen kleinen Neffen eine Sendung-mit-der-Maus Torte erstellen könnte. So stolperte ich im Internet über zahlreiche Foren und Bilder für Motivtorten und erkannte den Reiz, von 2D auf 3D Tortendekoration umzusteigen. Von Anfang an habe ich mir die Techniken selbst angelesen, dazu findet man fast alles im Internet. Allerdings haben mich erst diverse Grundlagen- und Aufbaukurse weitergebracht, insbesondere für das Modellieren von Figuren, Gesichtern und Blumen. Da ich viel unterwegs bin und auch nicht über die nötige Ausbildung zum Konditor verfüge, sind Motivtorten 'lediglich' ein Hobby für mich. Aber was für eins!

 

 

© Claudia Notthoff 2017

Die Tortenbilder bitte nicht ohne vorherige Rücksprache weiterverwenden.

Auf die dargebotenen Rezepte und Anleitungen erhebe ich kein Urheberrecht,

weil diese eine wilde Sammlung von Familienrezepten, Beiträgen aus Internetforen,

Fachbüchern, Blogs und eigener Erfahrungen sind.

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